Erfolgsstart gegen Fehlstart

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3.Liga Nord-West
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Vom Erfolg verwöhnt sind derzeit die Handballer des OHV Aurich. Als Aufsteiger in die 3. Liga gehören sie nach vier Spieltagen zu den Mannschaften, die noch kein Spiel verloren haben. Und das ist lediglich ein kleiner Kreis von vier Teams.

Am Sonnabend müssen die Auricher bei den Rhein Vikings antreten, einem Absteiger aus der 2. Bundesliga und Tabellendreizehnter.

Die Bilanz der Rhein Vikings in dieser Saison: Auf einen knappen 31:30-Heimsieg zum Einstand folgten drei Niederlagen. Der OHV damit Favorit? OHV-Trainer Arek Blacha ist weit davon entfernt, seine Mannschaft als Favoriten einzustufen. „Das werden wir nie sein“, sagt er. Vor allem nicht nach solch einem kuriosen Spiel wie am vergangenen Sonnabend, als die Auricher bei der SG Schalksmühle-Halver in einer unglaublichen Schlussminute noch ein Unentschieden schafften. „Da werden wir jetzt ganz besonders unter die Lupe genommen“, weiß Blacha um den Fokus, in dem seine Mannschaft steht. „Ja, wir sind noch ungeschlagen. Wir machen weiter und gucken, wie weit wir kommen“, sagt Blacha.

Wie ist die personelle Ausgangslage des OHV? Blacha muss zwar auf den langzeitverletzten Paul Jordan verzichten. Ansonsten aber sieht’s gut aus. Anlass zu Optimismus gibt auch Jannes Hertlein. Er laboriert an einer Adduktorenverletzung, kam zuletzt bei der SG Schalksmühle aber bereits zu einem Kurzeinsatz. Dazu kommt noch, dass Torwart Edgars Kuksa früher als erwartet in den Kader zurückkehrt. Er war im Juni an der Schulter operiert worden. Da hieß es, er würde vermutlich bis Oktober ausfallen.

Auf was für einen Gegner muss sich der OHV einstellen? Auf einen, der eine extrem offensive Abwehr in verschiedenen Variationen bevorzugt. Der gerne auch mal mit drei Spielern auf den vorgezogenen Positionen agiert. Mit dieser offensiven Abwehrtaktik haben sich die Rhein Vikings bisher allerdings auch schon etliche Tore eingehandelt. In jedem Spiel haben sie mindestens 30 kassiert. Die Spiele der Rhein Vikings standen bisher immer für viele Tore. Die eigenen erzielten Treffer reichten aber nur einmal zum Sieg. Zuletzt verloren die Vikings bei der Ahlener SG 29:33. Mit den erzielten Toren war Trainer Jörg Bohrmann zufrieden, nicht mit den kassierten. Verstärkt wollte er deshalb an der Abwehr arbeiten. „Die Rhein Vikings stellen eine technisch gut ausgebildete Mannschaft und spielen einen schnellen Handball“, so Blachas Gesamteindruck vom nächsten Gegner.

Wer verbirgt sich hinter dem Namen Rhein Vikings? Es ist die erste Mannschaft der HSG Neuss/Düsseldorf, die unter diesem Namen in der 3. Liga antritt. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft in dieser Saison wieder in der Neusser Hammfeld-Halle aus, nachdem sie in der vergangenen Saison noch im Düsseldorfer Castello angetreten war.

Was haben sich die Rhein Vikings für diese Saison vorgenommen? Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga tritt Trainer Jörg Bohrmann mit einem neu formierten Team in der 3. Liga an. Er war sich bewusst, dass seine junge Mannschaft am Anfang Lehrgeld bezahlen würde. Kurzfristiges Ziel ist es für ihn deshalb, sich erst einmal in der Liga zu etablieren. Am Ende soll dann ein einstelliger Tabellenplatz herauskommen in einer Liga, die Bohrmann so stark wie nie einstuft.

Und wie beurteilt der OHV-Trainer den Saisoneinstand seiner Mannschaft? Der Anfang sei für die Auricher einer für den Genuss, so Blacha. Er ist sich aber sicher: „Das wird sich alles noch stabilisieren.“

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