Außenseiter – aber nicht so krass

Foto: Lächler

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Der Bergische HC empfängt am Samstagabend um 20.30 Uhr die MT Melsungen in der Wuppertaler Unihalle und beendet damit eine knapp dreiwöchige Spielpause. In die waren die Löwen mit gewaltigem Schwung gegangen.

Nach drei Auswärtserfolgen in Serie befindet sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze auf dem siebten Platz der DKB Handball-Bundesliga
sogar in direkter Schlagdistanz zu den Melsungern. Die Rolle des Außenseiters müssen die Bergischen trotzdem übernehmen.

Denn die fünftplatzierten Nordhessen haben zwar nur drei Punkte mehr auf dem Konto, sind aber individuell stärker besetzt. Nationalspieler Julius Kühn hat sich zwar einen Kreuzbandriss zugezogen, wird daher defintiv fehlen, und auch Domagoj Pavlovic wird wohl noch nicht wieder auflaufen. Zurückgekehrt in den Kader ist Michael Müller, der für sein robustes Abwehrspiel bekannt ist. Auch Kreisläufer Marino Maric hat bei einem Testspiel während der spielfreien Phase nach überstandenem Bizepssehnenabriss wieder mitgewirkt. Fraglich ist noch die Rückkehr von Tobias Reichmann, der an einer Fußverletzung laboriert.
Die Ausfälle haben bei der MT dafür gesorgt, dass sie keine überaus konstante Saison spielt. Zuletzt setzte es eine etwas überraschende 24:26-Niederlage gegen den TVB 1898 Stuttgart. "In dem Spiel hat Johannes Bitter überragend gehalten", erläutert BHC-Coach Sebastian Hinze, der sich eine solche Vorstellung freilich auch von einem seiner Torhüter erhofft. "Um eine Chance zu haben, benötigen wir auch zwischen den Pfosten eine Top-Leistung", weiß Hinze. Die hatte der BHC in sehr vielen Saisonspielen. Christopher Rudeck ist sogar in die Nationalmannschaft berufen worden, dazu hat zuletzt Bastian Rutschmann noch mal aufgedreht.

Die Löwen setzen auch gegen Melsungen auf ihr bewährtes Tempospiel. "Wir müssen zusehen, dass wir die individuellen Qualitäten entschärfen und eine sehr gute Abwehr stellen", erläutert der Coach. "Aus den Ballgewinnen gilt es, Profit zu schlagen. Das wird nicht leicht, denn das Rückzugs-verhalten des Gegners ist sehr diszipliniert." Nur wenn die Löwen ihre beste Leistung erreichen, werden sie Chancen auf Zählbares haben. "Das ist eine Situation, die wir in dieser Saison schon oft hatten", sagt Hinze. Wie oft dies gelang, lässt sich am Punktekonto ablesen. 29:23-Zähler - Clubrekord bereits acht Spieltage vor dem Saisonende - sprechen für sich.
"Wir gehen als Außenseiter in das Spiel", stellt Geschäftsführer Jörg Föste klar. "Aber wir haben uns auch erarbeitet, dass wir nicht als krasser Außen-seiter reingehen." Mit einem Erfolg könnte der BHC auf einen Zähler an Melsungen heranrücken und im Falle einer Berliner Niederlage gegen Kiel sogar auf den sechsten Platz vorstoßen. Es wäre übrigens der erste Sieg über Melsungen in der BHC-Historie. Aus bisher elf Partien im Oberhaus gegen die Nordhessen holten die Löwen nicht einen einzigen Punkt. Ein Erfolg wäre ein weiteres i-Tüpfelchen auf eine grandiose Saison, die der Bergische HC völlig unbeschwert zu Ende bringen kann - es ist eine Situation zum Genießen.

Wer daran teilhaben möchte, hat noch die Gelegenheit. Mehr als 2500 Tickets sind für die Partie am Samstagabend bereits abgesetzt. Knapp 400 Restkarten sind noch zu haben. "Viele Lücken wird es auf den Rängen nicht geben", freut sich Föste. "Um Melsungen niederzuringen, benötigen
wir die Unterstützung auch unbedingt. Die Atmosphäre ist ganz entscheidend."


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