RECKEN verkaufen sich teuer

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Die TSV Hannover-Burgdorf hat das Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 28:30 (14:16) verloren. Trotz der Niederlage können die RECKEN-Profis mit Selbstbewusstsein in die kommenden Aufgaben gehen, denn gegen den Favoriten gelang den RECKEN ein ansehnlicher Auftritt.

„Die Mannschaft hat nie aufgesteckt und das muss uns für das Duell mit den Füchsen Berlin am Sonntag Mut machen“, so der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen im Anschluss an die Partie.

Ohne den kurzfristig ausgefallenen Torhüter Martin Ziemer, der sich im Training eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zugezogen hat, begannen DIE RECKEN mit Urban Lesjak im Tor. Als Ersatz für Ziemer kam Felix Wernlein aus dem Perspektivkader zu seinem Profidebüt. Der Nachwuchsrecke wurde allerdings nicht eingewechselt, was daran lag, dass Urban Lesjak über weite Strecken überzeugen konnte. „Urban hat heute über weite Strecken gut gehalten, allerdings stand ihm Mikael Appelgren auf Löwen-Seite in nichts nach“, sah Sven-Sören Christophersen ein Torhüterduell auf hohem Niveau.

Gestützt auf die Paraden von Lesjak, der zwei Würfe von Alexander Petersson parierte, ehe er mit einem mutigen Pass auf Vincent Büchner einen Tempogegenstoß einleitete. Timo Kastening war Nutznießer dieser Szene und erzielte nach drei Minuten bereits sein zweites Tor zur 3:1-Führung.

Nach dem guten Start allerdings, dem DIE RECKEN sich auch aufgrund der starken Defensive rund um Domagoj Srsen und Evgeni Pevnov verdient hatten, kamen die favorisierten Gäste besser ins Spiel. Mit zwei einfachen Toren durch Tempogegenstöße und zwei weiteren Treffern gelang es den Rhein-Neckar-Löwen, das Spiel in eine 5:3 Führung zu drehen. Besonders der Schweizer Weltklassespielmacher Andy Schmid wusste dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und erzielte in der Anfangsphase sechs sehenswerte Tore. „Wir konnten Andy Schmid nicht wirklich stoppen und wenn man das nicht schafft, wird es gegen die Löwen schwer“, sagte RECKEN-Trainer Carlos Ortega.

Nach 15 Minuten, in denen das Spitzenteam aus Mannheim den Vorsprung auf vier Tore (8:12) ausgebaut hatte, nahm Carlos Ortega seine erste Auszeit. Mit Erfolg: Erst erzielte Cristian Ugalde einen sehenswerten Treffer von Linksaußen – Rückwärtsrolle inklusive – dann bewies Lesjak abermals sein Können, als er einen Tempogegenstoß von Patrick Groetzki parierte und auch Steffen Fäth zwei Mal am Torerfolg hindern konnte. Als dann Weltmeister Morten Olsen noch seinen rechten Hammer aus dem Arm schüttelte betrug der Rückstand nur noch 10:12 aus Sicht der RECKEN (19.).

In der Folge stemmten sich Niedersachsens Spitzenhandballer richtig gegen den wuchtigen Angriff der Löwen. So bekämpften sie das Zusammenspiel zwischen Schmid und Nationalspieler Jannik Kohlbacher, indem sie sich direkt nach dessen Ballannahme zu dritt um den Kreisläufer kümmerten. DIE RECKEN kamen in der Defensive vermehrt zu Ballgewinnen und kamen so durch Cristian Ugalde kurz vor der Pause wieder zum 13:13 Ausgleich. Trotzdem mussten DIE RECKEN eine kleine Hypothek von 14:16 mit in die Pause nehmen, was auch an einigen strittigen Entscheidungen der beiden Unparteiischen Baumgart/Wild lag, die in vielen Situationen eher zu Gunsten des Favoriten urteilten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel dann aber schnell die Entscheidung im Spiel. Die Löwen brachte mit Mads Mensah Larsen neuen Schwung in ihr Angriffsspiel und fanden fortan immer wieder Lücken im Abwehrverbund der RECKEN. Zudem zeigte Mikael Appelgren in dieser Phase wichtige Paraden und sorgte dafür, dass sich die Löwen schnell auf 20:15 absetzen konnten. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit geht uns das Spiel ein bisschen weg, das ist natürlich ärgerlich. Da lagen wir auf schnellmit fünf, sechs Toren hinten. Das wird gegen die Löwen dann einfach zu schwer, um nochmal zurückzukommen.“

Trotzdem steckten DIE RECKEN, angeführt vom sehr starken Rückraumspieler Nejc Cehte nie auf und betrieben in der Schlussphase etwas Ergebniskosmetik. Der 28:30 Endstand war das Resultat einer kämpferisch starken und auch spielerisch in weiten Teilen überzeugenden Leistung, die die Zuschauer mit stehenden Ovationen anerkannten. „Es tut gut zu sehen, dass die Mannschaft bis zum Schluss weiter macht und das Spiel zu Ende spielt“, lobte Christophersen.

Besonders im Hinblick auf das anstehende Spiel im EHF Cup am Ostersonntag (15.00 Uhr TUI Arena) gegen die Füchse Berlin, wo Christophersen auch an die RECKEN-Fans appelliert, zahlreich in die Halle zu kommen. „Ein Viertelfinale im EHF Cup spielt man nicht alle Tage. Trotz des schönen Wetters hoffe ich darauf, dass viele RECKEN-Fans große Lust auf Spannung in der Halle haben und wir den achten Mann im Rücken spüren.“

Anwurf in der TUI Arena ist um 15 Uhr, Tickets können weiterhin im Onlineshop oder an der Abendkasse ab 90 Minuten vor Spielbeginn erworben werden.

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22.08.2019 19:00
Liqui Moly Handball-Bundesliga, 01.Spieltag
  
HSG Nordhorn-Lingen - Bergischer HC 0 : 0
  
SC Magdeburg - HBW Balingen/Weilstetten 0 : 0
  
HSG Wetzlar - TBV Lemgo Lippe 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 19.08.2019 05:40:26
Legende: ungespielt laufend gespielt