Balingen unterliegt nach hartem Kampf

1.Bundesliga
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Nach einer sehr intensiven Partie, in der beide Mannschaften mit offenem Visier kämpften und beste Werbung für den Handballsport betrieben, musste der HBW Balingen-Weilstetten Sekunden vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer zur bitteren 33:34 (16:19)-Niederlage hinnehmen.

„Heute waren wir ein bisschen glücklicher, vielleicht wäre auch ein Unentschieden gerecht gewesen“, wusste Geschäftsführer Björn Seipp von der HSG Wetzlar den Erfolg seiner Mannschaft sehr gut einzuordnen und auch sein Trainer Kai Wandschneider sah es ähnlich. Beide beglückwünschten die Balinger zu der Leistungssteigerung gegenüber dem Pokalspiel und waren einmal mehr angetan von der Stimmung in der „Hölle Süd“ und den Balinger Fans. Die kamen in den sechzig Minuten auch voll auf ihre Kosten und standen wie eine Wand hinter den Gallier.

Noch vor dem Anpfiff sorgte die Verkündung von der Vertragsverlängerung mit Trainer Jens Bürkle für beste Stimmung in der „Hölle Süd“ und die Jungs des Sportwissenschaftlers legten noch einen nach. Filip Taleski spielte den Ball zum Kempa für Vladan Lipovina und der vollendet zum 1:0. Auf der Gegenseite parierte Mike Jensen den ersten Wurf und Lipovina hatte die Chance zur 2:0-Führung. Sein gekonnter Heber landete aber an der Latte und im Gegenzug glich Wetzlar aus. Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der beide Mannschaften ihre Torchancen konsequent nutzten.

In der 15. Spielminute folgte das nächste Highlight des Abends. Erst glich Taleski die Wetzlarer Führung zum 7:7 aus und nach einer Mike Jensen-Parade tankte sich Lukas Saueressig durch die Wetzlarer Abwehr durch und erzielte das 8:7. Der Führungstreffer war gleichzeitig der 10 000. Treffer für den HBW in der 1. Handball-Bundesliga. Bis zur 21. Minute legten die Hausherren jeweils einen Treffer vor und die HSG zog nach. Nach dem 12:12 leisteten sich die Gallier bis zur Pause allerdings zwei drei Fehler zu viel, die von den Mittelhessen im Stile einer Klassemannschaft genutzt wurden. So ging es für die Gallier mit einem 16:19-Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause konnte Wetzlar sogar auf 16:20 erhöhen, aber im Gegensatz zum Spiel vor ein paar Wochen, bekam die HSG jetzt den Druck der Balinger zu spüren und auch die Halle half der Mannschaft in jeder Phase. Lipovina und Gregor Thomann brachten die Hausherren bis zur 34. Minute wieder auf 19:21 heran. Bis zum vielumjubelten Ausgleich dauerte es aber noch bis zur 51. Minute. „Manni“ Niemeyer drehte sich um seinen Gegenspieler herum und lupfte den Ball im Fallen über den herausspringenden HSG-Torhüter zum 29:29. Nur drei Minuten später brachte Vladan Lipovina die Balinger mit 31:30 in Front. Wieder war es ein Kempa-Treffer, mit dem der Montenegriner die Gallier in Führung warf. Schnurstraks steuerte er diagonal über das Feld die Auswechselbank an und lief genau in den Wurf des Wetzlarer Torhüters, der den Ball zur schnellen Mitte nach vorne warf. Regelkonform musste der Torschütze dafür für zwei Minuten pausieren und Wetzlar nutzte die Überzahl, um das Ergebnis wieder zu ihren Gunsten zu drehen.

Mit einem 31:32-Rückstand gingen die Gallier in die hochdramatischen letzten Spielminuten. Wieder vollzählig überraschten die Hausherren die HSG Wetzlar mit einem Spielzug über die linke Angriffsseite und der junge Tim Nothdurft nutze die Chance zum erneuten Ausgleich. Auf der Gegenseite kassierten die Balinger aber ganz schnell den nächsten Treffer. Noch waren zwei Minuten zu spielen, als Lukas Saueressig mit einem ganz starken Wackler an seinem Gegenspieler vorbeizog und sich zum erneuten Ausgleich durchtankte. 33:33 und die Gäste mussten die restliche Spielzeit in Unterzahl absolvieren, da der Gegenspieler von Saueressig eine Zeitstrafe bekam. Sehr zum Unmut der Zuschauer durfte Wetzlar 70 Sekunden lang spielen, ohne unter Zeitdruck zu kommen. HBW-Keeper Vladimir Božić konnte einen Wurf reaktionsschnell abwehren. Der Ball flog aber an die Hallendecke und blieb deshalb bei Wetzlar. Wieder lief die Zeit weiter und acht Sekunden vor Spielende kassiert der HBW den ganz unglücklichen Treffer der die Heimniederlage besiegelte.


HBW Balingen-Weilstetten: Mike Jensen, Vladimir Božić (TW); René Zobel, Marcel Niemeyer 7, Vladan Lipovina 9, Romas Kirveliavičius, Filip Taleski 2, Jannik Hausmann, Gregor Thomann 6/4, Tim Nothdurft 1, Benjamin Meschke 1, Oddur Grétarsson, Juan De La Peña, Jona Schoch 2, Lukas Saueressig 5, Lars Röller;

HSG Wetzlar: Till Klimpke 1, Tibor Ivanisevic, Alexander Feld 1, Stefan Kneer, Kristian Björnsen 1, Joao Ferraz, Filip Mirkulovski 1, Nils Torbrügge, Lars Weissgerber, Emil Frend Öfors 1, Maximilian Holst 2/2, Olle Forsell Schefvert 5, Lenny Rubin 8, Anton Lindskog 3, Stefan Cavor 11;

Zeitstrafen
HBW 6, HSG 5;

Strafwürfe
HBW 5/4, HSG 2/2;

Nächstes Spiel
HBW Balingen-Weilstetten – HC Erlangen, Sonntag, 6. Oktober, 16 Uhr, SparkassenArena in Balingen

 

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