Herzschlagfinale in Dresden

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Gänsehautatmosphäre, Spannung bis zur letzten Sekunde und dann mit hängenden Köpfen zurück nach Hannover. Das Rückspiel um die Drittliga-Relegation des TuS Vinnhorst bei der HC Elbflorenz war eine emotionale Achterbahnfahrt.

Nach einer überragenden ersten Halbzeit gewinnen die Rot-Blauen in Dresden mit 24:22 (6:13), durch 26:28 Heimniederlage im Hinspiel steigt aber der Meister der Mitteldeutschenoberliga aufgrund der Auswärtstorregel direkt in die dritte Liga auf.

Beide Teams legten den Fokus zunächst auf die Defensive. Während Dresden genauso aggressiv in einer offensiven 6:0 startete passte sich der TuS dem Angriffssystem der Hausherren deutlich besser an und agierte seinerseits aus einer bärenstarken 6:0 Abwehr mit starker gegenseitiger Hilfe. Und das fruchtete. Tot um Tor Vorsprung erkämpfte sich die Mannschaft immer wieder und vor allem durch das Tempospiel der ersten und zweiten Welle. Schnell waren die benötigten drei Tore Abstand erreicht. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung gar auf sieben Tore (6:13). Der Halbzeitpfiff kam zu einem Zeitpunkt wo man sicher lieber weitergespielt hätte.

Jetzt galt es dem Druck mit dem Elbflorenz aus der Kabine kommen würde Stand zu halten. Und 10 Minuten lang gelang dies sehr gut. Der Vorsprung konnte bei sechs bis sieben Toren gehalten werden, ehe Dresden, wie schon im Hinspiel, auf eine noch offensivere 4:2 Deckung umstellte und beide Halbspieler des TuS in Manndeckung nahm. Auch begünstigt durch einige Zeitstrafen kämpfte sich die Heimsieben auf drei Tore heran. Doch Vinnhorst konterte und zog wieder auf fünf Tore Abstand davon (17:22, 52. Min.). Die 30 Mitgereisten Vinnhorster Fans verwandelten die Ballsporthalle in ein Tollhaus und peitschen ihre Mannschaft nach vorne. Im nächsten Angriff der Sachsen gab es einen umstrittenen Siebenmeter. Der TuS wechselt den Torwart. Patti Kassner gewinnt das Duell gegen den Schützen, verliert dabei etwas die Orientierung und so prallt die Kugel von seinen Beinen in den eigenen Kasten. Allein diese Szene macht den restlichen Spielverlauf deutlich. 30 Sekunden vor Schluss erzielt Basti Harendt den vermeintlich siegbringenden Treffer zum 24:21. Nur noch einmal hinten dicht machen. Elbflorenz bringt den siebten Feldspieler. Der Ball kommt zum Kreisläufer, der wirft, Colin Räbiger ist dran, kann aber den Treffer nicht verhindern, 8 Sekunden auf der Uhr. Räbiger versucht den Ball schnell rauszubringen, der verheddert sich im Tornetz und so bleibt nur noch ein Wurf von der Mittellinie, vorbei, aus und vorbei 22:24. Hollywood hätte diesen Thriller nicht spannender verfilmen können, nur mit einem besseren Ende…

Doch wie in Hollywood ist noch nicht aller Tage Abend. Das letzte Bild des sich verheddernden Balles ist der Cliffhanger für die Sequels. Fortsetzung folgt, und das schon Himmelfahrt in Stralsund. Dort findet das erste Spiel in der zweiten Relegationsrunde für den TuS statt. Kurz der Modus erklärt: Drei Verlierer der ersten Relegationsrunde, der TuS, OHV Aurich und der Stralsunder HV, spielen in einer Gruppe je einmal jeder gegen jeden. Erster und Zweiter steigen auf. Gestartet wird am Samstag in Aurich. Der Gastgebende OHV trifft dort auf Stralsund. Himmelfahrt geht es dann für den TuS an die Ostsee, ehe die Auricher am 1.6. nach Hannover zum TuS in die Wendlandhalle reisen. Nach der überragenden Unterstützung in Heim- und Auswärtsspiel in der ersten Runde baut die Mannschaft nochmal auf die Unterstützung seiner Fans. Damit der Film doch noch sein Happy End findet.

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