RECKEN-Traum vom Pokalsieg geplatzt

Foto: Uwe Serreck

Pokal-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Die TSV Hannover-Burgdorf hat eine grandiose Leistung gezeigt, die leider nicht belohnt wurde. DIE RECKEN mussten sich dem SC Magdeburg in letzter Sekunde mit 29:30 (11:15) geschlagen geben.

Nach durchwachsener erster Halbzeit liefen die Niedersachsen nach Wiederanpfiff zu großer Form auf und ließen sich auch von jeglichen Rückschlägen, wie beispielsweise der roten Karte von Timo Kastening nicht aus der Fassung bringen. Beim 24:21 waren DIE RECKEN auf Siegkurs, in der „Crunchtime“ setzte sich aber der SC Magdeburg doch noch durch und beendete den Pokaltraum der RECKEN durch Christian O´Sullivan.

Die TSV Hannover-Burgdorf tat sich in der Anfangsphase vor allem im Angriff schwer, die Lücken im Magdeburger Defensivverbund zu finden. DIE RECKEN versuchten immer wieder mit Einläufern zum Erfolg zu kommen, doch die Abwehr des SCM stand äußerst stabil und bot den Niedersachsen wenig bis gar nichts an. Magdeburg machte es hingegen etwas besser im Angriff, so dass DIE RECKEN in der 10. Spielminute mit 4:1 in Rückstand lagen.

Carlos Ortega reagierte und setzte fortan im Angriff auf den siebten Feldspieler – eine Maßnahme, die den Niedersachsen deutlich mehr klare Wurfchancen im Angriff brachten. Allerdings konnten DIE RECKEN ihre guten Möglichkeiten nicht konsequent nutzen und wurden meistens vom starken SCM-Keeper Yannick Green gestoppt. Der dänische Weltmeister hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Magdeburg mit 5:2 (15.) in Führung blieb.

Im Angriff gelang es bis zur 18. Spielminute nur Timo Kastening, ins gegnerische Tor zu treffen, bevor sich mit Vincent Büchner ein weiterer RECKEN-Profi in die Torschützenliste eintrug. Auf Magdeburger Seite war Michael Damgaard der Alleinunterhalter, der Rückraumspieler machte sechs der ersten sieben SCM-Treffer, wodurch Magdeburg mit 7:5 vorne blieb. DIE RECKEN haderten in dieser Phase zudem mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen Immel/Klein, die nicht immer ein glückliches Händchen bewiesen und den Niedersachsen gleich mehrere Vorteilssituationen zu Nichte machten.

In der Abwehr fanden die Niedersachsen allerdings weiterhin kein Mittel gegen Damgaard, der seine Tore aus allen Lagen erzielte und gemeinsam mit Green im Tor für den 12:7 (25.) Vorsprung sorgten. In dieser schwierigen Phase steigerten sich DIE RECKEN aber und kamen durch Tore von Hannes Feise und Evgeni Pevnov auf 12:9 (28.) heran. Die Niedersachsen legten kurz vor der Pause noch einmal Blut und der auffälligste RECKE Timo Kastening fing einen Ball ab und traf zum 13:11 ins leere SCM-Tor. Doch Magdeburg markierte die letzten beiden Tore und nahm eine 15:11 Führung mit in die Pause.

Nach der Halbzeit kamen DIE RECKEN mit Schwung aus der Kabine und konnten durch Kastening und Büchner zwei Ballgewinne verzeichnen. Doch im Abschluss ließen die Niedersachsen weiter zu viel liegen, so dass sie den Rückstand nur minimal verkürzen konnten. Zudem wurden sie in der 35. Spielminute erheblich geschwächt als Timo Kastening bei einer Abwehraktion die rote Karte gezeigt bekam. Doch auch von diesem Rückschlag erholten sich DIE RECKEN, die kämpferisch alles auf die Platte brachten, recht schnell und kamen nach einem verwandelten Siebenmeter von Veit Mävers auf 16:14 heran.

Zudem konnten sich die Niedersachsen in dieser Phase auch auf Torhüter Urban Lesjak verlassen, der gleich mehrere Würfe von Nationalspieler Matthias Musche parierte und mit dafür sorgte, dass DIE RECKEN urplötzlich Oberwasser bekamen. Zwei Tore von Evgeni Pevnov und ein Treffer von Vincent Büchner besorgten den 18:18 Ausgleich (40.). Magdeburg offenbarte jetzt Schwächen und DIE RECKEN bekamen die Chance auf die erste Führung. Spielmacher Morten Olsen setzte sich durch und markierte das 19:18 (43.).

Es ging weiter hin und her, denn Häfner erhöhte auf 21:19, doch der SCM konterte durch Damgaard und Weber und glich postwendend aus (46.). Dies war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Olsen brachte die Niedersachsen erneut in Front und markierte das 22:21 und 23:21 (48). In der Folge konnte Lesjak den nächsten Wurf abwehren und vorne erhöhte Häfner auf 24:21 (50.), musste im nächsten SCM-Angriff aber eine Zeitstrafe hinnehmen, so dass Damgaard, der weiterhin mehr oder weniger Alleinunterhalter des SCM vorne war, das 24:22 erzielte. Weber bracht den SCM erneut heran und vorne ließen DIE RECKEN im Abschluss jetzt wieder etwas die Effizienz vermissen. Cehte, Häfner und Pevnov scheiterten und mussten mit ansehen, wie Damgaard mit dem 13. Treffer das 24:24 besorgte.

Das Pendel wog jetzt hin und her, wobei sich der SCM abermals leichte Vorteile erarbeitete und durch Weber mit 26:25 in Front ging. Olsen antwortete zum 26:26 und nach Damgaards nächstem Treffer glich Mävers erneut aus.

Nach einer Lesjak-Parade hatte Büchner die Chance auf das 28:27, doch der eingewechselte Quenstedt parierte glänzend und im Gegenzug behielt Chrapkowski die Ruhe und brachten den SCM mit 28:27 in Front. Die Niedersachsen glichen erneut aus und kamen durch den sicheren Veit Mävers zum 29:29 15 Sekunden vor Schluss.

Magdeburg hatte die letzte Chance und spielte Kapitän O´Sullivan frei, der die Nerven behielt und das 30:29 mitten ins RECKEN-Herz erzielte.

Ergebnisdienst Pokal

11.09.2019 17:00
EHF Champions League, 01.Spieltag
  
HC Prvo plinarsko drustvo Zagreb - Paris Sain-German Handball 0 : 0
11.09.2019 18:00
EHF Champions League, 01.Spieltag
  
Cocks - IK Sävehof 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 19.08.2019 05:40:22
Legende: ungespielt laufend gespielt