Zebras mit 2 verschiedenen Halbzeiten

Foto: Lächler

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Der THW Kiel steht im Finale um den DHB-Pokal! Am Samstagabend besiegten die Zebras die Füchse Berlin mit 24:22 (13:7) und buchten damit das Endspiel-Ticket.

Nach einer brillanten ersten Hälfte wurde das Semifinale gegen die Hauptstädter doch noch zu einem echten Krimi: In der Schlussphase verkürzten die Berliner auf 20:21, mussten dann aber den leidenschaftlich kämpfenden Zebras um ihre überragende Kapitäne Niklas Landin (15 Paraden) und Domagoj Duvnjak (6 Tore) zum Finaleinzug gratulieren. Im Endspiel treffen die Kieler am Sonntag um 15:10 Uhr auf den SC Magdeburg, der seinerseits einen Halbfinal-Thriller mit 30:29 gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewann.

Die Partie begann, wie es eigentlich alle erwartet hatten: Extrem köprlich. Das bekamen in den ersten Minuten vor allem Kapitän Domagoj Duvnjak, der einen Schlag ins Gesicht von Marsenic wegstecken musste, und Steffen Weinhold zu spüren. Aber auch die Kieler Abwehr packte zu - nach elf Minuten stand es deshalb torarm 4:4 ausgeglichen. Mit einem 115-km/h-Hammer unter die Latte leitete Miha Zarabec die bis dato stärkste Phase der Kieler ein, die in der 15. Minute in Unterzahl erstmals mit zwei Treffern in Führung gehen konnten: Nikola Bilyk jagte den Ball von Halbrechts durch die Beine von Silvio Heinevetter. Auf der anderen Seite zeigte Niklas Landin mehrfach seine Klasse - die Folge war ein Zwischenspurt bis quf 13:6. Ärgerlich nur, dass der THW Kiel noch das 13:7 kassierte und der inzwischen für Heinevetter zwischen die Pfosten gekommene Semisch den finalen Wurf von Bilyk abwehrte.

Im zweiten Durchgang wurde es dann noch einmal richtig spannend - auch, weil Hendrik Pekeler nach 35 Minuten und Videobeweis eine harte Rote Karte kassierte. Sechs Minuten später war dann auch Domagoj Duvnjak mit zwei Zeitstrafen belastet, Gislason musste in der Abwehr umbauen. Beim 21:20 durch Wiedes Kempa-Tor war die Begegnung wieder vollkommen offen, da waren noch fünf Minuten zu spielen. Und in diese packten die Zebras noch einmal alle Leidenschaft und die letzten Körner: Magnus Landin traf mit einem fantastischen Dreher zum 22:20, dann parierte sein Bruder einen Wurf von Zachrisson. Diese Vorlage verwerte Duvnjak mit einem Schlagwurf Marke "Weltklasse" zum 23:20, ehe der Kapitän hinten den Ball herausspitzelte und Patrick Wiencek ins verwaiste Berliner Tor zum 24:20 traf. 2:03 Minuten vor dem Schlusspfiff war dieses Halbfinale entschieden - die beiden Marsenic-Treffer kamen zu spät. Der THW Kiel steht im Finale des REWE Final Four!


DHB-Pokal, Halbfinale, 06.04.19: THW Kiel - Füchse Berlin: 24:22 (13:7)

THW Kiel: N. Landin (1.-60., 15 Paraden), Wolff (1 Siebenmeter, keine Parade); Duvnjak (6), Reinkind, M. Landin (2), Firnhaber, Weinhold (3), Wiencek (1), Ekberg (6/1), Rahmel (n.e.), Dahmke (n.e.), Zarabec (5), Bilyk (1), Pekeler, Nilsson; Trainer: Gislason

Füchse Berlin: Heinevetter (1.-24., 41.-60., 7 Paraden), Semisch (24.-40., 2 Paraden); Wiede (6), Elisson (2), Holm (2), Struck, Mandalinic, Gojun, Lindberg (3/2), Zachrisson (1), Simak (1), Schmidt, Reißky, Koch, Marsenic (4), Drux (3); Trainer: Petkovic


Strafzeiten: THW: 6 (2x Pekeler (7., 25.), Duvnjak (14., 41.), Bilyk (34.), Firnhaber (54.)) / Füchse: 5 (2x Marsenic (7., 32.), Gojun (38., 46.), Lindberg (56.))
Rote Karte: Pekeler (grobes Foulspiel, (35.))
Siebenmeter: THW: 1/1 / Füchse: 3/2 (Lindberg gegen Wolff vorbei (41.))

Spielfilm: 0:1, 2:1 (2.), 3:2 (8.), 4:4 (11.), 7:4 (16.), 7:5, 11:5 (24.), 11:6, 13:6 (27.), 13:7 (30.); 14:7, 15:8 (32.), 16:10 (37.), 16:12 (38.), 18:12 (40.), 18:14 (45.), 19:14, 19:16 (50.), 20:16, 20:19 (54.), 21:20 (55.), 24:20 (58), 24:22 (60.).
Zuschauer: 13.200 (ausverkauft) (Barclaycard-Arena, Hamburg)

THW-Trainer Alfred Gislason: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, wir haben verdient gewonnen. Besonders in der ersten Hälfte war das von uns ein überragender Handball in Abwehr und Angriff. In der zweiten Halbzeit haben wir dann nach der roten Karte ein wenig die Linie verloren. Ich habe mir die Szene angeschaut - für mich war das nicht Rot. Peke macht eine normale Bewegung, um sich aus der Klammer zu lösen.

zum Finale: Magdeburg hat eine sehr gute Mannschaft. Sie hatten ein bisschen Glück, das Finale zu erreichen. Wir müssen sehr gute 60 Minuten hinlegen - und wir müssen alles sehr viel besser machen als beim letzten Mal gegen den SCM.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic: Glückwunsch an den THW Kiel. Wir haben ziemlich ordentlich gespielt, aber wir haben auch viele freie Würfe nicht genutzt. In der zweiten Hälfte waren wir besser im Spiel, und uns hat dann auch der Torwart geholfen. Bei der Roten Karte war mir sofort klar, dass Peke diese bekommen muss - auch ohne Wiederholung.

Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter THW Kiel: Wir sind unglaublich zufrieden, das Finale erreicht zu haben. Es war ein überragendes Spiel von unserer Mannschaft. Niklas war da, wenn mal einer durch die Abwehr gekommen ist. In der zweiten Hälfte haben wir dann durch die vielen Zeitstrafen den Zugriff verloren. "Dule" hat dann bei 21:20 überragend reagiert und die Führung übernommen.

Ergebnisdienst Pokal

11.09.2019 17:00
EHF Champions League, 01.Spieltag
  
HC Prvo plinarsko drustvo Zagreb - Paris Sain-German Handball 0 : 0
11.09.2019 18:00
EHF Champions League, 01.Spieltag
  
Cocks - IK Sävehof 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 19.08.2019 05:39:46
Legende: ungespielt laufend gespielt